Programmierbarer Infrarot-Ofen behr IRF 10

Ideal für die Probenmineralisierung im Sauerstoffstrom bei der Ermittlung von

  • Kohlenstoffgehalt,
  • Schwefelgehalt,
  • Wasserstoffgehalt,
  • Stickstoffgehalt und
  • Halogengehalt

Der Anwender kann bis zu 5 Temperatur-Zeitkombinationen frei programmieren. Dadurch lassen sich auch für

  • petrochemische Produkte und
  • Kunststoffe

Temperatur-Zeitprofile entwickeln. Diese garantieren ein langsames Aufheizen und damit eine rußfreie kontrollierte Verbrennung mit vollständiger Mineralisierung.

Die Einsatzgebiete

Der programmierbare Infrarot-Ofen behr IRF 10 – dieoptimale Lösung für viele Aufgaben im Labor, z.B.:
  • Thermisch-oxidativer oder reduktiver Aufschluss unterschiedlichster Probenmate­rialien für Probenmengen von 10 mg bis 1 g (abhängig vom Probenmaterial)
  • Thermoanalyse
  • Gezielte fraktionierte Desorption organischer Verbindungen von Trägermaterialien
  • Pyrolyse
  • Trocknung
  • Gezielte Verdampfung von Probeninhaltsstoffen und Probenmaterialien
Die Verbrennungsgase können zur weiteren Analyse (z.B. Ionenchromatographie, Coulometrie) in eine Absorptionsflüssigkeit überführt werden. Außerdem ist die Überführung zur Online-Analyse (z.B. Infrarotspektroskopie) möglich.

Das Konstruktionsprinzip des behr IRF 10

Der behr IRF 10 heizt mit Strahlungswärme.

In der Brennlinie eines Zylinders mit elliptischem Querschnitt befindet sich ein Infrarot-Strahler.

Seine Strahlung wird an der goldbeschichteten Innenfläche des Zylinders reflektiert und in der zweiten Brennlinie fokussiert. Dort befindet sich ein Quarzverbrennungsrohr als Träger für das Probenmaterial.

Der Anwender kann die Proben mit einem Probenschiffchen aus Quarzglas, Keramik oder einem anderen inerten Material in das Quarzrohr überführen.
Die Temperaturmessung erfolgt durch ein Ni-CrNi-Thermoelement. Es befindet sich an der Außenwand des Quarzverbrennungsrohrs im Innenraum des Ofenzylinders.

Das bietet der programmierbare Infrarotofen behr IRF 10

  • Temperaturbereich bis1150 °C.
  • Extrem kurze Aufheizzeit (z.B. von Raumtemperatur auf 1000 °C in 10 sec).
  • Bis zu 5 Rampen und 5 Aufheizraten frei programmierbar. Das Programm steuert die einzelnen Analysenphasenexakt und reproduzierbar, das Probenschiffchen bleibt währenddessen immer am selben Ort.
  • Kühlung mit "Heat Pipes" – kein Kühlwasser nötig.
  • Schnelle Abkühlung durch "Heat Pipe" Technik und Öffnung des Ofens.
  • Einsehbarer Verbrennungsraum: Der Anwender kann die obere Zylinderschale (Ofendeckel) auf Rollen nach hinten schieben.
  • Quarzverbrennungsrohre mit unterschiedlichen Abmessungen erlauben die Anpassung an unterschiedliche Anwendungen, Probenmaterialien und Probenmengen.
  • Zwei Durchflußmengenmesser für den Anschluß von 2 Gasen, z.B. Sauerstoff und ein Inertgas.
  • Serielle Schnittstelle RS232.
  • Ansteuerung über PC möglich.

 

Technische Daten:

Maximale Ofentemperatur entlang der Brennlinie 1150 °C
Rohrdurchmesser innen nominal 15 mm, andere Innen-Ø bis 32 mm optional
Ofenlänge 200 mm (andere Längen optional)
Maximale Strahlerleistung 1,5 kW
Abmessungen (B x H x T in mm) 360 x 440 x 420
Anschluss 230 V/50 Hz

 

 
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